Jahr: 2014

Ojo de Agua Malbec

Heute habe ich wieder was Leckeres vor mir: Dieter Meier’s Ojo de Agua Malbec Seine Weine kennt man schon längere Zeit, und viele Blog-Einträge wurden geschrieben. Ich will auch gar nicht zu tief ins Detail gehen, -doch manchem Leser ist aufgefallen, -Malbec ist eine meiner Lieblings-Rebsorten. Und da kann ich nicht widerstehen. Malbec, -ursprünglich aus Frankreich, auch unter dem Namen Pressac bekannt, wird erst in Argentinien durch das ihr zuträglichere trockene Klima bemerkt. Zurück in Frankreich steigt sie zu erneuter Grösse auf, -unter anderem mit dem Namen Auxerois, oder Cot (Und dazu werde ich mich später noch ausgiebig äussern). Der Ojo de Agua ist feiner. Ja etwas dünner sogar als sein Kollege der „Puro“. Und doch sind die Charakterzüge unter der Oberfläche die Gleichen wie auch bei seinem französischen Freund, dem Aires-Hautes Malbec aus dem Süden Frankreichs. Diese Eigenschaft fasziniert mich. Zu erkennen, dass es die gleiche Traubensorte ist, -obwohl durch klimatische und geografische Unterschiedlichkeiten anders gereift. Der Ojo de Agua ist ordentlich alkoholhaltig, 14,5% und dennoch geschmeidig, translucent, ja spielerisch.. Im Stahltank ausgebaut und Bio-Zertifiziert. Kombinieren würde ich ihn …

Cantine San Marzano

Endlich ist es soweit. Ich durfte die Geburtsstätte eines meiner Lieblingsweine, den Primitivo di Manduria „Sessantanni“, besuchen. Alles begann mit diesem Wein. Damals, als mir mein ehemaliger Arbeitgeber zum Abschluss zwei Flaschen dieses Spitzenerzeugnisses schenkte.Bis heute begleitet mich dieser Primitivo. Mal zeigt er sich im privaten Kreis, mal hochoffiziell an Firmenanlässen, -jedes mal schlägt er wie eine Bombe ein und ich kann ihn mittlerweile blind am Geschmack erkennen. Und jetzt, mit dem Start dieses Blogs kam erst die Idee und dann tatsächlich die Gelegenheit die Erzeuger zu besuchen. Cantine San Marzano – Apulien IT Wir fahren also Richtung San Marzano. Entlang der ionischen Küste, vorbei an der Hafenstadt Taranto und raus aufs Land. Es ist Oktober, und man kann sich vorstellen, dass im Hochsommer die Hitze gnadenlos sein muss. Mücken stechen mich. Wein ist in Italien allgegenwärtig. Man kennt Primitivo. „Klar, schon gehört.“ – „Ja, schmecken spitze“. Und mir schmeckt … am Besten. Die Cantine San Marzano, der Ort an dem der Wein entsteht, ist kein Weinschloss, kein Chateau und kein bäuerlicher Landsitz mitten in schöner …

Moscato di Saracena

Eigentlich wollten wir „bloss“ Freunde besuchen in einem kleinen Dorf weit in den Hügeln Kalabriens, und da das Wetter alles andere als süditalienisch war, kamen wir bald auf’s Essen zu sprechen.. Nach eingehender Verkostung des lokalen Olivenöls und der hausgemachten Wurst meinten unsere Gastgeber, dass Freunde von ihnen ja selber Wein herstellen und wir doch nach unserem Verdauungsspaziergang noch ein Glässchen nehmen könnten. Nach einem obligaten Sambucca bei der Grossmutter am anderen Ende der Altstadt kamen wir bei besagten Freunden an und ich war überaus überrascht hier zufällig auf ein kleines Wunder der Weinbereitung zu stossen. Moscato Passito di Saracena Luigi Viola eröffnete 1999 die Cantine Viola, und begann nach alter Tradition, einem Rezept das vor über fünfhundert Jahren aufgeschrieben, -und wiederentdeckt wurde, Moscato Wein herzustellen. Der „Moscato Passito di Saracena“ wird aus drei Sorten Trauben hergestellt. Der Moscatello di Saracena, Guarnaccia und Malvasia. Die drei Phasen der Herstellung machen den „Moscato Passito di Saracena“ so einzigartig: Erst wird die Moscato Traube geerntet und zum trocknen aufgehangen, dann die Guarnaccia und Malvasia Ernte gemischt, und die erhaltene Maische …

Bordeaux Tasting & die Lurtons

Mit einer Runde Bordeaux Tasting währe es wohl nicht getan hier, und mein Lieblingsweinhändler widmet sich ja auch den ganzen Monat dem Bordelais. Also erneut hin und weitere Weine probieren. Chateau de Camarsac 2010, Thierry Lurton, Entre deux mers. Bordeaux Superieur. 90% Merlot, 5% Cabernet Sauvignon, 5% Cabernet Franc. Der Wein riecht verführerisch wie er da vor mir im Glas kreist. Ich kenne den Geruch noch vom letzten Tasting.. „So riechen sie“, bilde ich mir ein. Luftig. Der erste Schluck, Alkohol, vollmundig, ohne pelzigen Beigeschmack, hinterlässt mich nachdenklich. Diesem, wie auch den letzten Weinen aus dem Bordeaux ist ein seltsamer Geschmack inne. Er fiel mir schon bei der letzten Runde auf, -Metall, blechern, und ich habe das Gefühl ich muss was essen zu den Weinen. Sie hinterlassen einen hungrig. Ich versuche immernoch die Eigenschaften einer jeweiligen Rebsorte zu schmecken. Ihr nachzugehen um herauszufinden, ob ich sie mag. Und bei den Weinen aus dem Bordeaux, bis heute, fällt mir das nicht ganz leicht. So fein können die Beschaffenheit des Bodens und der Einfluss des Klimas auf …

Bordeaux Tasting

September. Und mein Lieblingsweinhändler widmet einen ganzen Monat dem Bordeaux. Nichts wie hin. Denn Bordeaux, so sagte man mir, ist ganz schwierig. Ein Land in einem Land, voller Tücken und schäbigem Kopfschmerz-Fussel, -nur ganz wenige (bezahlbare) Exemplare gäbe es, -und die zu finden – noch schwieriger. Vorbehaltlos gehe ich also an die Sache ran und schaue mir an, wie und ob mir „Bordeaux“ schmeckt. Denn Bordeaux ist ja keine Traube an sich, -nein. Es ist hauptsächlich die Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc Traube für Rotwein (ja, auch noch Carmenère, Malbec/Cot sowie Petit Verdot als sogenannte Nebenrebsorten) plus für die Weissweine Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle (Nebenrebsorten hier: Colombard, Merlot Blanc, Chenin Blanc, Folle Blanche, Mauzac, Ondenc und Ugni Blanc) die mittels unterschiedlicher Assemblage zueinander finden. ps. Für Rosés und Clairets dürfen alle roten Rebsorten verwendet werden.. Das an sich bietet ja schier unbegrenzte Möglichkeiten an Geschmackskombinationen, und wenn man denn auch noch Fan der einen oder anderen erwähnten Traube ist, kann man sich schon gut orientieren.. Also setze ich mich an einem verregneten Montagabend in die …