Frankreich, Rotwein, Tasting
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Bordeaux Tasting & die Lurtons

Mit einer Runde Bordeaux Tasting währe es wohl nicht getan hier, und mein Lieblingsweinhändler widmet sich ja auch den ganzen Monat dem Bordelais. Also erneut hin und weitere Weine probieren.

Chateau de Camarsac 2010, Thierry Lurton, Entre deux mers.

ChateauCamarsac

Bordeaux Superieur. 90% Merlot, 5% Cabernet Sauvignon, 5% Cabernet Franc.

Der Wein riecht verführerisch wie er da vor mir im Glas kreist. Ich kenne den Geruch noch vom letzten Tasting.. „So riechen sie“, bilde ich mir ein. Luftig.

Der erste Schluck, Alkohol, vollmundig, ohne pelzigen Beigeschmack, hinterlässt mich nachdenklich. Diesem, wie auch den letzten Weinen aus dem Bordeaux ist ein seltsamer Geschmack inne. Er fiel mir schon bei der letzten Runde auf, -Metall, blechern, und ich habe das Gefühl ich muss was essen zu den Weinen. Sie hinterlassen einen hungrig.

Ich versuche immernoch die Eigenschaften einer jeweiligen Rebsorte zu schmecken. Ihr nachzugehen um herauszufinden, ob ich sie mag. Und bei den Weinen aus dem Bordeaux, bis heute, fällt mir das nicht ganz leicht. So fein können die Beschaffenheit des Bodens und der Einfluss des Klimas auf die Reben wirken, dass nur wenige Meter auseinander, komplett andere Resultate erzielt werden.

Chateau Valoux 2010, Sophie Lurton, Graves.

Riecht kräftiger, dennoch zurückhaltend. Mehrheitlich Cabernet Sauvignon der äusserst angenehm rüberkommt. Im Vergleich zum Camarsac zwei Gänge hochschalten und beschleunigen. Klasse.

Jedoch auch hier wieder dieser merkwürdige Beigeschmack, Metall, und ich habe immernoch nichts gegessen dazu. Ist es die Mischung dieser (hauptsächlich) zwei Rebsorten, der diesen Geschmack hervorruft? Der Boden, das Klima und die Handwerkskunst des Kellermeisters?

Die Familie Lurton

Aufgefallen ist mir, beim Betrachten der zweiten Flasche, der Name Lurton. Thierry Lurton und Sophie Lurton, zwei Mitglieder einer der grossen Familien im Bordeaux. Und Bordeaux ist Familiensache. Damals von André Lurton begonnen, besitzt seine Familie mittlerweile um die 30 Chateaus im Bordeaux, Güter im Languedoc, Spanien, Portugal, Australien, Argentinien sowie Chile. André Lurton war massgeblich an der Gründung der Appellation „Pessac-Léognan“ beteiligt, um die High-End Teilbereiche des „Graves“ abzudecken. Weitere grosse Familien im Bordeaux sind die Borie’s, Merlaut’s, Dillon’s und Moueix‘. Wobei Letztere den legendären „Château Pétrus“ hervorbringen.

Das Bordaux ist ein in sich geschlossenes Mysterium beschliesse ich, und meinen Geschmack habe ich darin bislang noch nicht entdeckt.

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