Alle Artikel in: Rotwein

Spätburgunder Dautel

Manchem habe ich schon erzählt, dass ich Pinot Noir nicht unbedingt zu meinen Lieblingsrebsorten zähle. Heute muss ich meine Meinung revidieren, denn es scheint, ich habe bloss noch nicht den richtigen Wein davon getrunken. Spätburgunder 2012 Schilfsandstein, Dautel Mittel-tiefes Granatrot, ausgeprägt fruchtig nach roten Beeren duftend, präsentiert sich mir dieser Spätburgunder bei meinem Freund Alex in der Küche. Wow, ein tolles Riecherlebnis, würzig denke ich auch noch. Im Mund präsentiert er sich mit mittlerer Säure, geringem Tannin und einem mittel bis vollem Körper. Seine Aromen sind ausgesprochen fruchtig, würzig, mineralisch, fast schon kohlensäure-artig sein prickeln. Wieder die roten Früchte und ausserdem eine leichte Schärfe im Abgang, der mittel bis lang anhält und mich äusserst zufrieden und entzückt über meine neu gewonnene Geschmackserfahrung beschwingt den nächsten Schluck trinken lässt. Das Weingut Dautel in Baden Württemberg zählt zu den besten Weingütern Deutschlands, der Name Schilfsandstein bezeichnet die Lage/Parzelle von der die Trauben stammen.

Cantina Zaccagnini „dal tralcetto“ Montepulciano d’Abruzzo DOC

Heute muss ich einfach mal über einen Wein schreiben, der, -ich bin mir sicher ihr kennt ihn alle bereits, -einfach super lecker schmeckt. Wie kann ich es umschreiben? Ein Wein, von dem man mal locker an Sylvester drei Flaschen alleine trinken kann(!), -oder bloss ein Glas an einem unspektakulären Dienstagabend geniesst. Kein Kopf am nächsten Tag, nichts.. Ein Allrounder. Super süffig und nach jedem Geschmack will ich behaupten. Cantina Zaccagnini „dal tralcetto“ Montepulciano d’Abruzzo DOC Genauer hingeschaut kommt der „Tralcetto“ (was übrigens das kleine Teil am Flaschenhals meint ,-) aus Italien, genauer den Abruzzen, nennt sich daher auch „d’Abruzzo“ und besteht aus 100% Montepulciano Trauben. Reifen tut er im Stahltank und dann noch vier Monate in Eiche. Dies beschert ihm eine hübsche Balance zwischen Tanninen (das was so ein bisschen pelzig rüberkommt), und Körper. Er riecht fruchtig, hat eine schöne, rubinrote Farbe und schmeckt nach Beeren und etwas frischer Eiche. Also, auf zum nächsten Italiener an der Ecke oder dem Weinhändler des Vertrauens. -Jetzt.

Domaine Roche-Audran, Visan

Zum Auftakt ins neue Jahr haben wir heute zum ersten Mal einen „Côtes du Rhône Villages“ im Blog.. Eine Gegend die ich noch nicht so gut kenne, aber hier nun durchaus Erwägung finden soll. Denn zum ersten Mal „schmeckt“ mir ein eben sogenannter „Côtes du Rhône“.. Bis anhin war mir ein solcher Wein geschmacklich zu nah an Bordeaux‘, -und demzufolge hatten sie für mich dieses „blecherne“ am Geschmack, was unmittelbar ein Loch in den Magen reisst und nach Speisen ruft. Diesmal nicht. Domaine Roche-Audran, AOC Côtes du Rhône Villages, Visan 2011 Ein Cuvée aus 60% Grenache und 40% Syrah, im Stahltank ausgebaut und vollständig nach biodynamischen Prinzipien hergestellt und Demeter-Zertifiziert. Schmeckt wirklich gut, nach Beeren und mit leichter Säure. Einfach, sauber und ist in null-komma nichts weggetrunken.. Leicht erinnert er mich noch an oben beschriebenes Phänomen, aber zum ersten Mal denke ich, werde ich auch in diese Richtung weiter forschen. Felix wird’s freuen..

Ojo de Agua Malbec

Heute habe ich wieder was Leckeres vor mir: Dieter Meier’s Ojo de Agua Malbec Seine Weine kennt man schon längere Zeit, und viele Blog-Einträge wurden geschrieben. Ich will auch gar nicht zu tief ins Detail gehen, -doch manchem Leser ist aufgefallen, -Malbec ist eine meiner Lieblings-Rebsorten. Und da kann ich nicht widerstehen. Malbec, -ursprünglich aus Frankreich, auch unter dem Namen Pressac bekannt, wird erst in Argentinien durch das ihr zuträglichere trockene Klima bemerkt. Zurück in Frankreich steigt sie zu erneuter Grösse auf, -unter anderem mit dem Namen Auxerois, oder Cot (Und dazu werde ich mich später noch ausgiebig äussern). Der Ojo de Agua ist feiner. Ja etwas dünner sogar als sein Kollege der „Puro“. Und doch sind die Charakterzüge unter der Oberfläche die Gleichen wie auch bei seinem französischen Freund, dem Aires-Hautes Malbec aus dem Süden Frankreichs. Diese Eigenschaft fasziniert mich. Zu erkennen, dass es die gleiche Traubensorte ist, -obwohl durch klimatische und geografische Unterschiedlichkeiten anders gereift. Der Ojo de Agua ist ordentlich alkoholhaltig, 14,5% und dennoch geschmeidig, translucent, ja spielerisch.. Im Stahltank ausgebaut und Bio-Zertifiziert. Kombinieren würde ich ihn …

Bordeaux Tasting & die Lurtons

Mit einer Runde Bordeaux Tasting währe es wohl nicht getan hier, und mein Lieblingsweinhändler widmet sich ja auch den ganzen Monat dem Bordelais. Also erneut hin und weitere Weine probieren. Chateau de Camarsac 2010, Thierry Lurton, Entre deux mers. Bordeaux Superieur. 90% Merlot, 5% Cabernet Sauvignon, 5% Cabernet Franc. Der Wein riecht verführerisch wie er da vor mir im Glas kreist. Ich kenne den Geruch noch vom letzten Tasting.. „So riechen sie“, bilde ich mir ein. Luftig. Der erste Schluck, Alkohol, vollmundig, ohne pelzigen Beigeschmack, hinterlässt mich nachdenklich. Diesem, wie auch den letzten Weinen aus dem Bordeaux ist ein seltsamer Geschmack inne. Er fiel mir schon bei der letzten Runde auf, -Metall, blechern, und ich habe das Gefühl ich muss was essen zu den Weinen. Sie hinterlassen einen hungrig. Ich versuche immernoch die Eigenschaften einer jeweiligen Rebsorte zu schmecken. Ihr nachzugehen um herauszufinden, ob ich sie mag. Und bei den Weinen aus dem Bordeaux, bis heute, fällt mir das nicht ganz leicht. So fein können die Beschaffenheit des Bodens und der Einfluss des Klimas auf …